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2. Workshop Synchrontexten in Hildesheim

2.August 2013

Dem erfolgreichen ersten Synchrontexten-Workshop in Kooperation mit der Stiftung Universität Hildesheim folgte im Sommersemester gleich der zweite, diesmal am Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft. Auch hier war das Interesse der Studierenden groß, sich einen Bereich zu erschließen, der ihnen als Betätigungsfeld bisher praktisch unbekannt war. Auf dem idyllischen „Kulturcampus Domäne Marienburg“ ging es nach einer Einführungssitzung unter der Leitung von Gerrit Schmidt-Foß und Änne Troester gleich am ersten Freitag ans Eingemachte in Form eines kniffeligen Ausschnitts aus dem Zeichentrickfilm „Zambezia“. Wie schon im Wintersemester erwies es sich als großer Vorteil, dass ein erfahrener Synchronschauspieler die Texte gleich einsprechen und den Studierenden so demonstrieren konnte, wie ihre Ideen in der Praxis funktionieren.

Im Rahmen einer Exkursion nach Berlin zu den Ateliers am Hohenzollerndamm konnten die Studierenden sehen, wie Synchrontexte in den Produktionsprozess einer Synchronisation eingebunden und verwendet werden. Derart beflügelt gingen sie dann auch am zweiten Wochenende ans Werk. Bei Ausschnitten von „Dracula“ über den ZDF-Mehrteiler „Titanic“ bis zum sehr aktuellen Film „Killing Them Softly“ ging es nicht nur um den lippensynchronen Text sondern auch darum, Sprachebenen korrekt zu erfassen und einen gut zu sprechenden Dialog zu finden.

Die praktische Arbeit im Rahmen des Workshops und der direkte Austausch mit den Synchronprofis, auch was die Realität des Berufslebens betrifft, machen anscheinend nicht nur Spaß, sondern schließen auch eine Lücke zwischen Universität und Arbeitsmarkt. Einer der Studierenden fand, Synchronautor sei doch ein Traumberuf und er wundere sich, bisher noch nicht darauf gestoßen zu sein. Es bestand großes Interesse an Praktika bei den Gilde-Firmen am Hohenzollerndamm, wo eine Absolventin des ersten Workshops nach ihrem Praktikum, mentoriert von Oliver Schwiegershausen, bereits ihre ersten eigenen Bücher schreibt. Wir freuen uns sehr, dass die Förderung des Synchrontexternachwuchses so gut in Gang gekommen ist und danken allen, die sich beteiligt haben insbesondere Verleihern, Sendern und Synchronfirmen, die uns Material und Manpower zur Verfügung stellten. Im kommenden Wintersemester geht der Workshop in die dritte Runde, dann wieder in Zusammenarbeit mit dem Bereich für Medientexte und Medienübersetzung.