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3. Workshop Synchrontexten in Hildesheim

2.April 2014

Im Januar und Februar kam bereits eine dritte Gruppe Hildesheimer Studenten in den Genuss des von der Gilde in Zusammenarbeit mit der dortigen Universität organisierten Workshops Synchrontexten. 19 angehende Medientexter und Medienübersetzer im Masterstudium, die im Frühjahr 2013 die Ateliers am Hohenzollerndamm besucht hatten, erhielten nach dem mittlerweile bewährten Schema zunächst eine kurze theoretische Einführung in das Dialogbuchschreiben, die sowohl technische Aspekte (Arbeitsmaterial wie Conti und Rohübersetzung und Notation) als auch inhaltliche Themen (Originaltreue, Sprachstil) umfasste, bevor es ans praktische Arbeiten ging.

Auf der Grundlage der Einführung wurde gemeinsam mit den Lehrenden Gerrit Schmidt-Foß und Änne Troester ein Ausschnitt aus einer „Raumschiff Enterprise“-Episode bearbeitet, anhand dessen bereits besonders mit Blick auf die bestehende Synchronfassung ausgiebig die Frage nach der Originaltreue diskutiert wurde. Im weiteren wechselte die individuelle Arbeit an Ausschnitten mit Diskussionen in der Gruppe ab. Wie bereits die letzten beiden Male wurden immer wieder interessante, originelle Lösungen präsentiert.

Das zweite Wochenende vier Wochen später begann mit einer intensiven Besprechung des in Form einer Hausaufgabe bearbeiteten kurzen Clips aus dem ZDF-Zweiteiler „Titanic“. Auch hier waren die Texte weitestgehend gut, allerdings wurde nicht immer erfolgreich um eine synchrone Fassung gerungen. Im Vergleich zu den beiden ersten Workshop-Gruppen fiel es dieser deutlich schwerer, ihre Texte durch lautes Einsprechen auf ihre Synchronität zu überprüfen und sich von der Rohübersetzung zu lösen. Erst das Bearbeiten eines nicht-englischen Originalclips und die gemeinsam improvisierte Nonsens-Fassung eines ernst gemeinten Mittelalter-Dramas half da schließlich, übertriebene Schüchternheit abzulegen. Das Ergebnis wird anhand der Abschlussarbeiten zu überprüfen sein.

Von Beginn an wurden auch immer wieder Fragen zu Arbeitsablauf und Berufsbild gestellt und beantwortet. Und natürlich bleibt das Interesse an Praktika im Bereich Dialogbuchschreiben groß, denn am Ende der zwei Wochenenden war auch dem letzten klar geworden, dass Sprachgefühl und Interesse allein keinen Autoren macht. Hier sind jetzt die Gildefirmen konkret gefragt, den Studenten eine Chance zu geben, ihre Grundlagen zu vertiefen. Nur so können weitere Dialogbuchautoren heranwachsen, die nach den Standards der Gilde arbeiten.

Schon jetzt ist die vierte Auflage des Hildesheimer Dialogbuch-Workshops in Planung und am 12. Juni wird die nächste Gruppe von Studenten aus dem Masterstudiengang Medientext und Medienübersetzung die Ateliers am Hohenzollerndamm besuchen, um sich einen ersten Einblick in die Praxis der Synchronarbeit zu beschaffen.